Immer mehr „Regionen“, damit sind hier regionale Gebietskörperschaften von Nationalstaaten gemeint (in Deutschland sind dies die Bundesländer, in Frankreich die „régions“), werden in Zeiten der Globalisierung international tätig und pflegen eigene Außenbeziehungen. Ihre Regierungen wollen die Chancen der Globalisierung nutzen. In Europa haben die Regionen durch den Prozess der europäischen Einigung zusätzliches Gewicht gewonnen, was sich in dem Begriff „Europa der Regionen“ niederschlug.  Der 1951 von deutschen und französischen Bürgermeistern in der Schweiz gegründete „Rat der Gemeinden und Regionen Europas“ (RGRE) hat seinen Sitz in Paris und ist seit 1995 mit einem eigenen Büro in Brüssel vertreten. Im Rahmen der Europäischen Union bilden seit Anfang der 1990er Jahre (Vertrag von Maastricht) die Vertreter regionaler und (entsprechend dem Wunsch der Regionen) lokaler Körperschaften in Brüssel den „Regionalausschuss“, der  vertraglich festgelegte beratende Befugnisse hat. Etliche europäische Regionen, darunter alle deutschen Bundesländer, unterhalten darüber hinaus in Brüssel eigene Vertretungen, die sich oft wie „Botschaften“ darstellen. Auch untereinander unterhalten die Regionen europa- und weltweit in wachsendem Maße intensive Beziehungen. So haben analog zu den grenzüberschreitenden Städtepartnerschaften viele Regionen offizielle „Regionalpartnerschaften“ geschlossen.