Redaktion: Sächsisch-Bretonische Gesellschaft / Ingo Kolboom (aktualisiert Dezember 2016)
Wussten Sie, dass die im keltischen Lebensraum wurzelnde Bretagne 900 Jahre lang ein eigenständiges Herzogtum, ja sogar zeitweise auch ein sagenumwobenes Königreich war? Dass die sagenumwobene Hinkelsteine gar nicht von den Kelten stammen? Dass die Bretagne erst seit dem 16. Jahrhundert fester Bestandteil Frankreichs ist? Dass diese neue Zugehörigkeit zum französischen Zentralstaat der Beginn einer langen Unterdrückung der bretonischen „Freiheiten“, vor allem der bretonischen Sprache wurde? Dass damit zusammenhängende Konflikte noch heute andauern? Dass mit der Rebellion aber auch eine Renaissance der Kultur, Sprache und Identität der Bretonen einherging? Dass die verbliebenen bretonischen Eigenheiten heute die kulturelle Vielfalt des Landes ausmachen und der Bretagne in Frankreich immer eine regionale Sonderstellung verleihen, die inzwischen auch vom Rest Frankreichs geschätzt wird?

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Redaktion: Sächsisch-Bretonische Gesellschaft / Ingo Kolboom (aktualisiert Januar 2016)
Wussten Sie, dass Bretonisch die einzige keltische Sprache ist, die heute noch in Kontinentaleuropa gesprochen wird? Sie ist weder ein Dialekt noch eine Mundart des Französischen, sondern eine lange Zeit vornehmlich auf der mündlichen Überlieferung basierende eigenständige nichtromanische Sprache, die sich erst im 19. Jahrhundert als Schrift- und Literatursprache etablierte, aber in ihren einzelnen bretonischen Dialekten von der Mehrheit der Bretonen bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts gesprochen wurde. Von der Republik bekämpft und von den sozialen Auswirkungen der industriellen Revolution marginalisiert, lief Bretonisch Gefahr, zu einer aussterbenden Minderheitensprache zu werden. Der Niedergang konnte in den letzten Jahrzehnten dank einer kulturellen Renaissance aufgehalten werden. Heute sprechen noch oder wieder 300.000 Menschen Bretonisch, die sprachliche Erneuerung hat den Anschluss an die Moderne gefunden. Bretonisch wird heute in der Region Bretagne sogar wie eine zweite amtliche Sprache verwendet.

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Redaktion: Sächsisch-Bretonische Gesellschaft / Ingo Kolboom (aktualisiert Januar 2016)
Symbole & Trachten – Barden, Keltische Kreise & Tanz Musik/instrumente – Feste – Sport – Küche

Wussten Sie, dass es in der Bretagne mehr als 700 verschiedene Arten von traditionellen Spitzenhauben („coiffes“) für Frauen gibt und dass jedes Jahr rund 200 verschiedene keltische Tanzgruppen auftreten? Wussten Sie, dass die faszinierende Todesgestalt der Bretonen, der „Ankoù“, noch heute die Fantasien anregt – bis hin zu Freunden des „Angst & Military Pop“ in Deutschland? Wussten Sie, dass es allein im Jahr 2011 mehr als 1.200 „Nachtfeste“ (Fest-Noz) in der Bretagne gab? Dass neben den vielen Festivals und Nachtfesten in der Bretagne auch um Wagenachsen und Kochlöffel gerungen wird? Und wussten Sie, dass im zweigeteilten Frankreich „Öl contra Butter“ die Bretagne mit ihrer gesalzenen Butter noch eine Sonderposition einnimmt? Und dass es eine bretonische Cola gibt?

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Redaktion: Sächsisch-Bretonische Gesellschaft / Ingo Kolboom (aktualisiert Dezember 2016)
Wussten Sie, dass Regionen in Frankreich etwas ganz anderes sind als Länder in Deutschland? Dass der französische Staat zutiefst zentralistisch ist und dieser Zentralismus nicht nur ein Erbe der Revolution von 1789 ist, sondern dass seine Wurzeln weit darüber hinaus bis in das späte Mittelalter reichen? Wussten Sie, dass es gerade in der Bretagne seit dem 19. Jahrhundert politische Bewegungen gegen diesen Zentralismus gab und diese für eine mehr oder minder autonome Region kämpften? Und dass die im 20. Jahrhundert im Zuge staatlicher Dezentralisierungen geschaffene Aufteilung der historischen Bretagne in zwei getrennte Regionen ein politischer Zündstoff geworden ist, der die Debatte um die Identität der Bretagne neu entfacht hat?

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Redaktion: Sächsisch-Bretonische Gesellschaft e.V./Ingo Kolboom (aktualisiert Dezember 2016)

Wussten Sie, dass in der Bretagne mehr Heilige verehrt wurden, als zahlreiche Gemeinden Einwohner aufweisen können? Dass die Kalvarienberge „steingewordene Seiten des Evangeliums“ sind? Wussten Sie, dass die Bretagne „sieben Gründungsheilige“ kennt? Wussten Sie, dass auch die Hinkelsteine christianisiert wurden? Wissen Sie, was ein „Pardon“ ist? Und was eine „Keltomanie“ ist? Wussten Sie, dass in keiner Region Frankreichs der Kirchenkampf so heftig tobte wie in der Bretagne? Kennen Sie einen „Korrigan“ oder gar den „Ankoù“? Wussten Sie, dass König Artus eine urbretonische Gestalt war? Und dass der Wald bei Paimpont im Herzen der Bretagne immer noch voller Geheimnisse ist?

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