Redaktion: Sächsisch-Bretonische Gesellschaft / Ingo Kolboom (aktualisiert Juli 2016)

Wussten Sie, dass mehr als tausend Schriftsteller in der Bretagne im Laufe des 20. Jahrhunderts ihre literarischen Spuren hinterließen und diesem Land eine eigene kulturelle Identität vermittelten? Wussten Sie, dass es eine bretonische literarische Meisterdetektivin gibt, die es sogar schon zur Tele- und Comic-Figur schaffte? Dass jährlich mehr als 50 Veranstaltungen bzw. Festivals rund um das bretonische Buch und den Comic stattfinden? Dass es ein Bretonisches Nationaltheater gibt? Wussten Sie, dass die 1925 in der Bretagne geborene Dichterin Odile Caradec Namensgeberin des norddeutschen Odile-Verlags ist? Wussten Sie, dass einer der ersten französischen Spielfilme 1913 an der bretonischen Küste gedreht wurde - mit einer düsteren „légende bretonne“ als Handlung? Dass die Bretagne eine eigene Cinémathèque hat und man in den sozialen Medien schon von einem „Hollywood du cinéma breton“ spricht? Dass die Tageszeitung mit der höchsten Auflage in Frankreich in der Bretagne erscheint? Wussten Sie, dass auch Sie nun bretonischsprachige Radio- und TV-Sender empfangen können? Dass es auch schon bretonische Suchmaschinen im Internet gibt?

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Redaktion: Sächsisch-Bretonische Gesellschaft / Ingo Kolboom (aktualisiert November 2016)

„Die Bretagne ist einerseits eine ländliche Gegend mit einem überall präsenten, reichen architektonischen Erbe, das stark durch die Religionen, den Adel und durch Kriege geprägt ist: Kapellen, Kalvarienberge und umfriedete Pfarrbezirke, die berühmten “enclos paroissiaux”, Stelen und Megalithen, schilfgedeckte Katen und Festungen... Andererseits ist sie die Region der Seefahrer: ein Drittel der Küste Frankreichs liegt in der Bretagne, und das maritime Erbe steht dem ländlichen Erbe in nichts nach. Die Anziehungskraft der maritimen Feste und Festivals beweist, wie sehr die Besucher diesen Aspekt der Bretagne schätzen. Aber wem ist bekannt, dass die Bretagne auch auf eine lange städtische Tradition zurückblickt, deren Ursprung je nach Stadt bis ins römische Reich, ins Frühmittelalter, in die Zeit des Feudalwesens oder das Zeitalter der Entdeckungen zurückreicht?

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