Einladung

 

Die Sächsisch-Bretonische Gesellschaft e.V. und das Reisebüro Eberhardt TRAVEL GmbH veranstalten

am Sonntag, 03. November, 14:30 – 17:00 Uhr

einen Vortrags- und Informationsnachmittag zum Thema

Bretagne: zwischen keltischem Erbe und französischer Gegenwart – Sachsens Partnerregion als Reise- und Kulturland

Referent: Dr. Michael Krause, Dresden

Ort: Eberhardt TRAVEL, Prager Straße 2,
Ladenpassage („Prager Spitze“), 01069 Dresden

Herr Dr. Krause, Jahrgang 1956, studierte an der Berliner Humboldt-Universität Germanistik und Indogermanistik. Nach 1990 in den Tourismus gewechselt, arbeitet er heute als Studienreiseleiter, freier Journalist und Dozent. Frankreich und auch die Bretagne kennt und liebt er von zahlreichen Reisen und verbringt auch gern seinen Urlaub dort. Dr. Krause ist Mitglied der Sächsisch-Bretonischen Gesellschaft e.V.

Und hier der genaue Ablauf:

14:30 Uhr: Einlass und Veranstaltungsbeginn mit bretonischer Musik und einem Begrüßungsgetränk

15:00 Uhr: Beginn des Vortrags mit Powerpoint-Unterstützung. Gegen 15:45 Uhr Pause mit Imbiss und Getränken, anschließend Fortsetzung des Vortrags, schließlich zusätzliche Informationen, lockere Fragerunde und Gespräche

17:00 Uhr: Ende der Veranstaltung

Für die Veranstaltung, inklusive Getränke und Imbiss, wird ein Eintritt von 10,00 € erhoben.

Als kleines Geschenk erhalten Sie eine Bretagne-Karte und – als Überraschung – ein Buch über Frankreich (es ist nicht der Band „Ma France“!).

Zur Planung von Bestuhlung, Getränken und Imbiss bitten wir um telefonische Voranmeldung bei Eberhard TRAVEL, Tel. 0351 417600, während der Geschäftszeiten Mo.-Fr. 09:0020:00 Uhr, samstags 09:00 15:00 Uhr. Stichwort „Bretagne-Veranstaltung am 3. November“!

Bei dieser Gelegenheit werden wir auch die von Dr. Krause geleitete und von Eberhardt TRAVEL durchgeführte „Sonderreise in die Normandie und Sachsens Partnerregion Bretagne, eine 12-Tage-Reise mit der Sächsisch-Bretonischen-Gesellschaft (12. - 23.4. 2014)“ vorstellen.
Details darüber erfahren Sie in den nächsten Tagen unter folgender Internetseite:
http://www.eberhardt-travel.de/reise/FR-BRETO

 

Wir freuen uns, Sie am 3. November recht zahlreich begrüßen zu können! Vergessen Sie aber bitte nicht die telefonische Anmeldung!


Bien cordialement / Herzliche Grüße / Gwellañ gourc´hemennoù

kolboom

 

Prof. Dr. Dr. h.c. Ingo Kolboom

Präsident der Sächsisch-Bretonischen Gesellschaft e.V.

 

 

Dass wir auch in der Not aneinander denken, beweist in diesen Tagen unsere bretonische Schwestergesellschaft, die Association Saxe-Bretagne in Rennes.

Seit dem 19. Juni steht auf ihrer Internetseite ein Aufruf, nicht nur an die unter dem Hochwasser notleidenden Bürgerinnen und Bürger in der Partnerregion Sachsen zu denken, sondern auch für die Opfer der Flut zu spenden. Gezielt hat sich die Association Saxe-Bretagne eine kleine sächsische Gemeinde ausgesucht, die zum zweiten Mal heimgesucht wurde: die Stadt Grimma an der Mulde.

Ich erinnere ganz aktuell daran, dass auch Frankreich in diesen Tagen von Hochwassern und Überflutungen nicht verschont wurde: Im Südwesten, genauer in Hautes-Pyrénées, mussten 2.000 Menschen evakuiert werden. Zwei Tote sind bereits zu beklagen. Die Grotte von Lourdes steht 3,50 m unter Wasser.

Wussten Sie, dass der französische Schriftsteller und Politiker Alphonse de Lamartine (1790-1869) 1842 den Großen Brand von Hamburg vom Mai 1842 (er zerstörte große Teil der Altstadt) und die schweren Hochwasser in Südfrankreich im selben Jahr (http://memoiredescatastrophes.org) zum Anlass nahm, zur deutsch-französischen Solidarität und zur Versöhnung aufzurufen?

Hier ein Auszug aus seinem Appell:

"(...) Die Flutopfer des Midi, die Feuersbrunstgeschädigten von Hamburg lernen, dass sie Brüder haben auch jenseits ihrer Nationalitätsgrenzen. So vollzieht sich langsam und instinktiv die Versöhnung der Ideen und der Rassen, deutliches Symptom für ihre baldige und dauerhafte Harmonie. Das ist der wahre politische Gedanke dieses Jahrhunderts. (...)." - "(...) Les inondés du Midi, les incendiés de Hambourg apprennent qu¹ils ont des frères au-delà des limites de leurs nationalités. Ainsi s¹opère, lentement et instinctivement, la réconciliation des idées et des races, symptôme évident de leur prochaine et durable harmonie. C¹est là la vraie pensée politique de ce siècle.(...). " Quelle: Édouard Herriot: Europe. Paris, les éditions Redier, 1930, S. 33-35.

Es musste leider sehr lange dauern, und es bedurfte noch ganz anderer schrecklicher Ereignisse, bis dieser "wahre politische Gedanke" aus dem Jahre 1842 zu einem Jahrhundertgedanken werden konnte. Nun haben wir ihn, zumindest in Europa, doch selbstverständlich ist er nie.

Wir danken unseren Freunden in der Bretagne, dass sie - ganz im Geiste von Alphonse de Lamartine - an die Flutopfer in Grimma denken und ihnen helfen.

Ingo Kolboom

Präsident der Sächsisch-Bretonischen Gesellschaft e.V

Liebe Frankreichliebhaber/innen in Sachsen und in Deutschland,

die landesweiten Proteste gegen die Schließung und den Verkauf des "Maison de France" in Berlin scheinen erste Wirkung zu haben. Nach neusten Meldungen überprüft das Französische Außenministerium die Entscheidung. Doch lassen wir nicht nach in unserem Protest. Unterschreiben auch Sie die Petition des Betriebsrates des "Maison de France" in Berlin (bislang fast 6.000 Unterschriften, Stand 09.06.13, 23:00 Uhr):

http://www.change.org/de/Petitionen/nein-zur-schliessung-des-maison-de-france-ne-vendons-pas-la-maison-de-france

Nein zur Schließung des Maison de France ist auch bei Facebook:
https://www.facebook.com/pages/Nein-zur-Schliessung-des-Maison-de-France/244519002352723


Doch vergessen wir nicht das Schicksal des Institut français in Dresden.

Die Französischen Kulturinstitute von Leipzig und Dresden sollen ab dem 1. September 2013 administrativ zusammengelegt werden, Hauptsitz der neuen Einheit und Sitz des Direktors soll Leipzig sein. Das Institut in Dresden bleibt in der Kreuzstraße, verkleinert sich räumlich und personell (laut Kostenplan 1,3 Personen!), die Mediathek wird in der aktuellen Ausstellungsgalerie im Erdgeschoss Platz nehmen, seine Aktivitäten werden sich auf Kosten der Kulturveranstaltungen auf Sprachkurse und die Mediathek konzentrieren.

De facto wird Dresden also eine "Nebenstelle" von Leipzig mit allen Konsequenzen.  

Das 1991 in Dresden gegründete Institut français ist eine aus dem Kulturleben der Landeshauptstadt Dresden nicht mehr wegzudenkende Einrichtung. Seine Gründung war eine Hommage an eine Stadt, in der die französische Kultur einst, im Augusteischen Zeitalter, zu Hause war und wo Sachsen einst, 1806, von Frankreich zum Königreich erhoben wurde. Dresden, Sitz der Staatsregierung und des Landtags des Freistaates Sachsen, zudem eine internationale Kulturmetropole und Universitätsstadt, ist für den kulturellen Dialog mit Frankreich genauso wichtig wie Leipzig.

Helfen Sie uns, den Rückzug Frankreichs aus dieser Stadt zu verhindern!
Übernehmen Sie diesen Aufruf in Ihren Verteiler!
Wir appellieren an die politischen und kulturellen Entscheidungsträger Sachsens und der Stadt Dresden sowie an alle Frankreichfreunde in Deutschland, helfen Sie mit, einen landesweiten Protest der Zuneigung zu Frankreich zu entfachen!

Prof. Dr. Dr. h.c. Ingo Kolboom, Dresden
Präsident der Sächsisch-Bretonischen Gesellschaft e.V. (http://www.sachsen-bretagne.de)
Ehrenpräsident des Literaturpreises "Hommage à la France" (www.hommage-a-la-france.de)