Liebe Frankreichliebhaber/innen in Sachsen und in Deutschland,

die landesweiten Proteste gegen die Schließung und den Verkauf des "Maison de France" in Berlin scheinen erste Wirkung zu haben. Nach neusten Meldungen überprüft das Französische Außenministerium die Entscheidung. Doch lassen wir nicht nach in unserem Protest. Unterschreiben auch Sie die Petition des Betriebsrates des "Maison de France" in Berlin (bislang fast 6.000 Unterschriften, Stand 09.06.13, 23:00 Uhr):

http://www.change.org/de/Petitionen/nein-zur-schliessung-des-maison-de-france-ne-vendons-pas-la-maison-de-france

Nein zur Schließung des Maison de France ist auch bei Facebook:
https://www.facebook.com/pages/Nein-zur-Schliessung-des-Maison-de-France/244519002352723


Doch vergessen wir nicht das Schicksal des Institut français in Dresden.

Die Französischen Kulturinstitute von Leipzig und Dresden sollen ab dem 1. September 2013 administrativ zusammengelegt werden, Hauptsitz der neuen Einheit und Sitz des Direktors soll Leipzig sein. Das Institut in Dresden bleibt in der Kreuzstraße, verkleinert sich räumlich und personell (laut Kostenplan 1,3 Personen!), die Mediathek wird in der aktuellen Ausstellungsgalerie im Erdgeschoss Platz nehmen, seine Aktivitäten werden sich auf Kosten der Kulturveranstaltungen auf Sprachkurse und die Mediathek konzentrieren.

De facto wird Dresden also eine "Nebenstelle" von Leipzig mit allen Konsequenzen.  

Das 1991 in Dresden gegründete Institut français ist eine aus dem Kulturleben der Landeshauptstadt Dresden nicht mehr wegzudenkende Einrichtung. Seine Gründung war eine Hommage an eine Stadt, in der die französische Kultur einst, im Augusteischen Zeitalter, zu Hause war und wo Sachsen einst, 1806, von Frankreich zum Königreich erhoben wurde. Dresden, Sitz der Staatsregierung und des Landtags des Freistaates Sachsen, zudem eine internationale Kulturmetropole und Universitätsstadt, ist für den kulturellen Dialog mit Frankreich genauso wichtig wie Leipzig.

Helfen Sie uns, den Rückzug Frankreichs aus dieser Stadt zu verhindern!
Übernehmen Sie diesen Aufruf in Ihren Verteiler!
Wir appellieren an die politischen und kulturellen Entscheidungsträger Sachsens und der Stadt Dresden sowie an alle Frankreichfreunde in Deutschland, helfen Sie mit, einen landesweiten Protest der Zuneigung zu Frankreich zu entfachen!

Prof. Dr. Dr. h.c. Ingo Kolboom, Dresden
Präsident der Sächsisch-Bretonischen Gesellschaft e.V. (http://www.sachsen-bretagne.de)
Ehrenpräsident des Literaturpreises "Hommage à la France" (www.hommage-a-la-france.de)