Wenn Sie neugierig geworden sind, wer sich hinter den Köpfen der Sächsisch-Bretonischen Gesellschaft verbirgt, dann werden Sie hier fündig.

Prof. Dr. phil. Dr. h.c. Ingo Kolboom - Präsident

kolboom Der 1947 in Schleswig-Holstein geborene Ingo Kolboom hat sein (Lehramts)-Studium Französisch, Geschichte, Politikwiss. und Germanistik an den Universitäten Saarbrücken, Paris (Nouvelle-Sorbonne) und Berlin (FU, TU) absolviert und ist promovierter Historiker. Nach seiner Tätigkeit als wissenschaftlicher Assistent bzw. Dozent (Romanistik und Politikwiss.) an der TU und FU Berlin sowie an der Universität Hamburg wurde er 1983 Frankreich-Referent im Forschungsinstitut der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP) in Bonn, war zwischenzeitlich Gastprofessor für Geschichte an der Université de Montréal und nahm 1994 den Ruf auf die neugegründete Professor für Frankreichstudien und Frankophonie an der TU Dresden an. Im gleichen Jahr gründete er hier das Centrum für franko-kanadische Forschungen (CIFRAQS), wurde Assoziierter Professor am Historischen Institut der Université de Montréal und erhielt 2004 die Ehrendoktorwürde der Université du Québec à Montréal (UQAM). Von 1993 bis 2009 gehörte er dem Deutsch-Französischen Kulturrat an. 2012 wurde Ingo Kolboom emeritiert und ist seitdem Assoziiertes Mitglied des Forschungszentrums CREQC an der UQAM. Er ist u.a. Offizier des Ordre national du Mérite und des Ordre des Palmes Académiques, Ritter des Ordre National du Québec, Träger des Ordre des francophones d’Amérique und des Bundesverdienstkreuz 1. Klasse. – Seit März 2006 ist Kolboom Präsident der Sächsisch-Bretonischen Gesellschaft e.V.

 

Prof. Dr. Bernhard Schipp - Schatzmeister

schippProf. Dr. Bernhard Schipp ist Schatzmeister der Sächsisch-Bretonischen Gesellschaft. Hauptberuflich ist er Lehrstuhlinhaber des Lehrstuhls für Quantitative Verfahren, insb. Ökonometrie, an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften der Technischen Universität Dresden. Unter den zahlreichen von ihm betreuten Partnerschaften mit ausländischen Hochschulen befinden sich acht französische Hochschulen, darunter die École supérieure de commerce de Rennes (ESC Rennes School of Business) in der Bretagne.

 

 

 

 

Christian Dietz - Vizepräsident

dietz Christian Dietz kam als gebürtiger Leipziger schon früh mit der Bretagne als Reiseziel in Kontakt. Seine Affinität zu Frankreich entwickelte sich im Studium weiter, wo er sich neben Frankreichstudien, Medien- und Politikwissenschaft auch mit Ost- und Südosteuropawissenschaften beschäftigte. Schließlich kam er durch zahlreiche Aufenthalte in Ost- und Mitteleuropa mit den dortigen Kulturen, Sprachen und Geschichten in Kontakt. Schon im Studium pendelte er zwischen Polen, Sachsen und dem Auslandssemester an der ENS in Paris hin und her. Danach arbeitete er zwei Jahre als Kulturmanager für das Institut für Auslandsbeziehungen in Polen und ist seit 2012 als Geschäftsführer des Europa-Haus Leipzig e. V. engagiert mit europäischen Projekten beschäftigt. Das Europa-Haus Leipzig organisiert Bildungs- und Begegnungsveranstaltungen für Menschen aus ganz Europa und informiert zu EU- und europäischen Themen in der Region Leipzig. Die europäische Regionalpartnerschaft Sachsen-Bretagne in allen Facetten ist seit einigen Jahren fester Bestandteil im Kultur- und Veranstaltungsprogramm des Europa-Haus Leipzig e.V. Seit 2017 ist er Vizepräsident der Sächsisch-Bretonischen Gesellschaft e. V.

 

 

Prof. Dr. Heinrich Lang- Stellvertreter

lang2Professor Dr. Heinrich Lang wurde in Weingarten (Oberschwaben) geboren. Von 1977-1982 studierte er Chemie an der Universität von Konstanz, promovierte dort 1985 und wurde 1992 in Heidelberg habilitiert. Nach zahlreichen Aufenthalten in der ganzen Welt als Gastprofessor (1994 University of Utrecht, The Netherlands, 1995 Massachusetts Institute of Technology, U.S.A., 2001 University of Canterbury, Neuseeland, 2002 Yarmouk University, Irbid, Jordanien; 2002, 2003, 2004 Indian Institute of Technology, Roorkee (Indien); 2008, 2012 University of Durham) wurde er 1996 zum Universitätsprofessor für Anorganische Chemie an die TU Chemnitz berufen, nachdem er zwischen 1992 bis 1996 ein Heisenbergstipendium der DFG inne gehabt hat. Den Ruf auf den Lehrstuhl für Anorganische Chemie an die TU Kaiserslautern (2003) hat er nicht wahrgenommen. Seit 2008 ist er Adjunct Faculty des Chemie Departments der University of Alabama, Tuscaloosa, U.S.A. Prof. Lang ist Mitglied zahlreicher nationaler und internationaler Gesellschaften, Mitglied vieler Editorial Advisory Boards und hat über 570 Publikationen in Peer-begutachteten Journalen veröffentlicht. Er ist Inhaber mehrerer Patentschriften. Seit 2012 ist Prof. Lang Prorektor für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs an der TU Chemnitz.

Dr. phil. Sylvia Richter - Stellvertreterin

richterDr. Sylvia Richter wurde 1951 in Leipzig geboren. 1970 bis 1974 studierte sie Lehramt für Französisch und Deutsch an der Universität Leipzig. Nach zweijährigem Schuldienst kehrte sie 1976 als wissenschaftliche Mitarbeiterin für französische Literatur an die Universität Leipzig zurück. 1981 promovierte sie mit einer Arbeit zu Aspekten der literaturtheoretischen und kulturpolitischen Diskussion im Frankreich der V. Republik. Nach 1990 war sie im Institut für Romanistik der Universität Leipzig für den Studierendenaustausch mit französischen Universitäten zuständig, wurde die erste Geschäftsführerin des 1994 gegründeten Frankreichzentrums, dessen Vorstand sie auch nach ihrem Wechsel in den Bereich Forschungsförderung der Universität Leipzig und seit 2000 Referentin des Prorektors für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs weiterhin angehörte. Seit 2012 im „Unruhestand“, ist sie unter anderem Mitglied des Freundeskreises der Deutsch-Französischen Hochschule, der Deutsch-Französischen Gesellschaft Leipzig und des Deutschen Romanistenverbandes. Für ihre Verdienste um die deutsch-französischen Beziehungen wurde sie 2013 in den Ordre des Palmes Académiques im Rang eines Chevalier aufgenommen.

 

Laura Bouriquin

LauraBouriquinLaura Bouriquin wurde 1991 in der Bretagne in Auray im Süden des Département Morbihan geboren. Im Rahmen ihres Studiums „Langues Étrangères Appliquées parcours Communication et Échanges Européens“ (Angewandte Fremdsprachen mit Spezialisierung auf Kommunikation und europäische Austausche) an der Université de Bretagne-Sud Lorient verbrachte Laura Bouriquin von September 2011 bis Januar 2012 ein Erasmussemester an der Technischen Universität Chemnitz. Nachdem sie in Lorient ihren Bachelor abgeschlossen hatte, kehrte sie im Oktober 2012 in die „Stadt der Moderne“ in Sachsen zurück, wo sie derzeit als freiberufliche Dozentin für französische Sprache und Kultur in Chemnitz und Zwickau unterrichtet. 2014 nahm Laura Bouriquin an zwei deutsch-französischen Weiterbildungsseminaren des DFJW teil; das eine in Châteaulin (Finistère) zur Sprachanimateurin für Jugendbegegnungen, das andere in Berlin zur Gruppendolmetscherin. Zwei Jahre lang (2010-2011) war sie Präsidentin des soziokulturellen und humanitären Vereins „A Portée D’Choeur“ in ihrer Heimatstadt Auray, in welchen sie 2003 als Sängerin eingetreten war (http://www.apdc-auray.com). Laura Bouriquin singt immer noch und gibt nun auch in Sachsen Konzerte mit französischen Chansons und anderen Liedern. Mit Thomas Stelzer nahm sie das Lied „Peu de vin“ auf und trat mit ihm 2014 in der Jungen Garde in Dresden auf (https://grruv.com/song-details/track/i918202275). Sie ist Mitglied des Städtepartnerschaftskomitee Aue/Sachsen e.V. und Jugendbeauftragte im Vorstand der Deutsch-Französischen Gesellschaft Chemnitz e.V.. Der Sächsisch-Bretonischen Gesellschaft e.V. gehört sie seit 2012 an. Auf der Mitgliederversammlung der Sächsisch-Bretonischen Gesellschaft vom 1. Juli 2015 wurde sie in den Vorstand der Sächsisch-Bretonischen Gesellschaft gewählt, wo sie das langjährige Gründungsmitglied Marc Le Layec aus Chemnitz ablöste.

 

Dem Vorstand Beigeordnete für besondere Aufgaben

Kristian Raum (Dresden): Verantwortlich für Kontakte mit Schulen und Lehrern

Kristian RaumKristian Raum arbeitete nach seinem Studium der Romanistik, Geschichte und Politikwissenschaft an der TU Dresden als Gymnasiallehrer für Französisch und Geschichte am Romain-Rolland-Gymnasium Dresden, wo er langjährige Berufserfahrung im bilingualen Sachfachunterricht Geschichte erwarb, deutsch-französische Schüleraustauschprojekte durchführte und an der Einführung des deutsch-französischen Doppelabiturs "Abibac“ mitwirkte. Zu seinen Aufgabengebieten gehörte außer der Unterrichtstätigkeit die Arbeit als Fachberater für Französisch an Gymnasien im Aufsichtsbereich der Regionalstelle Dresden der Sächsischen Bildungsagentur. Seit August 2015 ist er als Lehrer im Hochschuldienst am Zentrum für Lehrerbildung, Schul- und Berufsbildungsforschung (ZLSB) der TU Dresden bzw. am Institut für Romanistik/Didaktik der romanischen Sprachen tätig. Besonders widmet er sich der Historiographiegeschichte, dem differenzierenden Unterricht und dem Bereich des interkulturellen Lernens. Auf diesen Gebieten hat er bereits Fortbildungen konzipiert und durchgeführt, so u.a. eine Tagung zu bilingualen bzw. interdisziplinären Modulen in Rostock 2011, die alljährlich stattfindenden Französischlehrertage in Dresden und 2016 den Deutsch-Französischen Kongress "La paix. Friedenspädagogik und Französischunterricht 100 Jahre nach Verdun". Er engagiert sich in diesem Kontext ehrenamtlich für den Carolus-Magnus-Kreis e.V. (CMK), Vereinigung für deutsch-französische pädagogische und kulturelle Zusammenarbeit. In der Funktion als Regionalbeauftragter des CMK für Sachsen führt er seit 2003 Seminare für frankophone Fremdsprachenassistenten durch und ist Redakteur der Assistentenbroschüre des CMK.

 

Ehemalige Vorstandsmitglieder

Henry John - ehemaliger Vizepräsident

2johnsbgHenry John wurde in Berlin geboren, wo er zunächst eine Kochausbildung abschloss. Aus dem jungen Koch wurde bald ein Küchenchef, der in Essen, Duisburg und dann in München tätig war. Dank seiner Führungsqualitäten verließ Herr John bald die Küche, um sich auf einem anderen Feld zu entfalten : seit 13 Jahren hat er die Hoteldirektion bei Novotel inne. Nach den Stationen Bremen und Hamburg arbeitet Henry John nun in Leipzig. Der bekehrte Sachse, dessen Herz auch immer für das Mutterland der Haute Cuisine schlägt, ist nun Vize-Präsident der Sächsisch-Bretonischen Gesellschaft.

 

Hélène Bienaimé - ehemalige Geschäftsführerin

HeleneSBGHélène Bienaimé hat an der Ecole Normale Supérieure von Lyon, an der Universität Paris III-Sorbonne Nouvelle und an der FU Berlin Literaturwissenschaft und Germanistik studiert. Nach anderthalb Jahren am Institut für Romanistik der TU Dresden kehrte sie nach Frankreich zurück, um als Dozentin an einer Classe Préparatoire zu arbeiten (Vorbereitungsklasse für die Elite-Hochschulen in Frankreich), zunächst in Paris - heute in Straßburg.

Dr. Céline-Agathe Caro  - ehemalige Geschäftsführerin

celinecaroDr. Céline-Agathe Caro ist seit Januar 2016 Senior Policy Analyst im Auslandsbüro der Konrad-Adenauer-Stiftung in Washington DC; zuvor war sie Koordinatorin für Europapolitik in der Berliner Zentrale der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS). Von April 2007 bis März 2010 war sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Auslandsbüro der KAS in Paris tätig und hat zuvor als Mitarbeiterin und Dozentin am Lehrstuhl für Frankreichstudien und Frankophonie (Prof. Kolboom) der TU Dresden gearbeitet (2002-2007). Sie hat an der Universität Paris III-Sorbonne Nouvelle sowie an der TU Dresden vergleichende Kulturwissenschaft studiert. Ihre bi-nationale Doktorarbeit (2009) beschäftigte sich mit der Entwicklung des Umweltbewusstseins und der Entstehung der Ökologie als Feld politischen Handelns in Deutschland und Frankreich (1960-1990). Aktuelle Infos unter der Adresse http://www.kas.de/wf/de/37.3769/

Marc Le Layec

layecDer 1937 in Paris geborene Marc Le Layec verbrachte Kindheit und Jugend abwechselnd in der Bretagne und in Paris. Nach dem Studium der Rechtswissenschaft, Volkswirtschaft und Germanistik in Paris und dem teilweise in Deutschland verbrachten Militärdienst arbeitete Mac Le Layec über lange Jahre u.a. an den Universitäten Köln und Würzburg sowie an der École Supérieure des Sciences Commerciales d’Angers und Universität Nantes, war u.a. Sachverständiger in der Rechtsabteilung des Europarates tätig und Freier Mitarbeiter beim Saarländischen Rundfunk. 1991 ging er im Auftrag des französischen Außenministeriums nach Chemnitz, wurde Gastdozent für franz. Fachsprache sowie franz. Recht und Politik an den Universitäten Zwickau und Chemnitz und vertrat dort – zuständig für Austauschprogramme, Partnerschaften, integrierte Studiengänge, Praktikantenstellen für Sachsen, Halle, Jena und Merseburg – die Französische Botschaft in Berlin. Marc Le Layec war Vorsitzender der Jungen Europäischen Föderalisten (JEF)-Frankreich und Stellv. Vorsitzender der JEF-Europa, war Mitglied der Deutsch-Französischen Gesellschaft Nantes (FAFA/VDFG), Vorstandsmitglied des CELIB (Comité d’Études et de Liaison des Intérêts Bretons) und Vorstandsmitglied des Deutsch-Französischen Wirtschaftsclubs Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen. Er war 2004 Gründungsmitglied der Sächsisch-Bretonischen Gesellschaft. Am 1. Juli 2015 schied er aus Alters- und Gesundheitsgründen aus dem Vorstand der Sächsisch-Bretonischen Gesellschaft aus. Seine Nachfolgerin wurde die Chemnitz lebende Bretonin Laura Bouriquin (siehe oben).